Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2016 / „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ - Preisverleihung und Ausstellung

Das 13-jährige Mädchen erntet bei über 40 Grad Celsius Gemüse. In die Schule kommt sie nur selten, denn ihre derzeitige Heimat ist ein Zeltlager. Der Münchner Fotograf Erol Gurian dokumentiert in seiner Reportage „Bekaa Blues“ das Leben der Flüchtlinge im Libanon. Die junge Frau ist eine von rund 400.000 syrischen Menschen, die in einem „informal Settlement“, einer Zeltstadt, mit Unterstützung des UNCHR-Hilfswerks untergekommen sind. Vor allem die Mädchen leben dort in prekären Situationen. Sie müssen auf dem Feld arbeiten, wo sie nur halb so viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, werden häufig bedroht, vergewaltigt oder im Alter von zwölf Jahren verheiratet, um die finanzielle Situation der Familien aufzubessern.2016_Gurian_Pressefoto_Libanon_Flüchtlinge Copyright: EPV/Gurian

2016_Roith_Pressefoto_Syrien_Flüchtlinge Copyright: EPV/Roith2016_Hamad_Pressefoto_Kurdische_Frauen Copyright: EPV/HamadMädchen und Frauen, die ihre Heimat verlassen müssen, gehen einen Weg voller Grausamkeit, Gewalt und Diskriminierung. Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2016 widmet sich diesen Frauen. Die Wanderausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ schlägt einen weiten Bogen. Sie erzählt von Frauen, die in der Heimat zurückgeblieben sind, sich auf der Flucht befinden oder Asyl gefunden haben in einem fremden Land.

Oft sind es die Frauen, die am wenigsten zu verlieren haben und am meisten zu gewinnen. Der fränkische Fotograf Heiko Roith wollte wissen, woher die Asylbewerber stammen, und begab sich mit schusssicherer Weste und Leibwächter nach Syrien. Seine Begegnungen mit Frauen hat er in eindrucksvollen Bilder festgehalten. Die Fotografin Sonja Hamad stammt selbst aus Syrien. Sie porträtiert kurdische Frauen, die sich dem traditionellen patriarchalischen System verweigern – und stattdessen für ihre Freiheit kämpfen.

Die Wanderausstellung präsentiert das Werk von rund zehn verschiedenen Fotografinnen und Fotografen, die sich selbst auf die Reise begeben haben, um sich mit dem Schicksal der Frauen zu beschäftigen. Die Schau entstand im Rahmen des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016, der unter der Schirmherrschaft steht von der Ständigen Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Die Schau ist von 25. Oktober bis 20. November 2016 in der Nürnberger Egidienkirche zu sehen. Anschließend kann die komplette Ausstellung mit 40 Tafeln von Gemeinden und Einrichtungen ausgeliehen werden.

Fotos von oben nach unten: Mädchen gehen in die Schule im Flüchtlingslager, Foto: Erol Gurian. Flüchtlingslager in Syrien, Foto: Heiko Roith. Kurdische Kämpferinnen, Foto: Sonja Hamad

 

Preisverleihung und Ausstellung

Dienstag, 25. Oktober, 18 Uhr
Vernissage & Preisverleihung Lagois-Fotowettbewerb: Begrüßung: Pfarrer Martin Brons; Kirchenrat Dr. Roland Gertz (Direktor und Vorstand des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V.);  Festrede & Preisverleihung: Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Kuratorin: Rieke C. Harmsen
Im Anschluss: Empfang

Sonntag, 6. November, 10.30 Uhr
Kunst-Gottesdienst mit Pfarrer Martin Brons mit Stipendiaten der Egidier-Musikwerkstatt unter der Leitung von Pia Praetorius

Mittwoch, 9. November, 19.00 Uhr
Künstlergespräch mit Fotografen der Ausstellung

Donnerstag, 17. November, 19.30 Uhr
Konzert „Kulturen im Einklang“ – alte irakische und moderne irakische Lyrik und Musik

Anschrift:
St. Egidien
Egidienplatz 12
90403 Nürnberg

Öffentliche Verkehrsmittel
Bus 36, Haltestelle: Egidienkirche
U-Bahn, Haltestelle: Rathenauplatz

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Wettbewerb 2016: Teilnahme beendet

Die Jury des Lagois-Fotowettbewerbs hat die diesjährigen Preisträger ermittelt. Sowohl die Gewinner des Fotopreises als auch der Gewinner des Förderpreises stehen nun fest.
Die Bekanntgabe der Preisträger findet im Zuge der Ausstellungsöffnung am 25. Oktober 2016 um 18 Uhr in der St. Egidienkirche in Nürnberg statt.

 

 

Wettbewerb 2016: "Auf der Flucht: Frauen und Migration"

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Fotoreportagen gesucht für den Wettbewerb 2016

Das Thema des Martin-Lagois-Wettbewerbs 2016 lautet „Auf der Flucht: Frauen und Migration“. Gesucht werden Fotoreportagen und Bilder, die die besondere Situation von weiblichen Flüchtlingen dokumentieren. Im Vordergrund sollen die Herausforderungen stehen, die Frauen auf der Flucht, in Gemeinschaftsunterkünften und der neuen Umgebung meistern müssen. Ziel ist es, eine Wanderausstellung auf Reisen zu schicken, die den interkulturellen Dialog fördert und damit zu Frieden und Toleranz beiträgt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 3.000,- Euro. Ausgeschrieben wird weiterhin ein Förderpreis. Mit ihm werden Foto-Projekte unterstützt, die erst noch realisiert oder beendet werden sollen – vorzugsweise zum Thema „Flucht und Vertreibung“. Dieser Preis ist mit 2.000,- Euro dotiert. Schirmherrin des Fotowettbewerbs ist die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb wurde 2008 vom Evangelischen Presseverband in Bayern e.V. ins Leben gerufen. Der Wettbewerb erinnert an Pfarrer Martin Lagois (1912-1997), der die kirchliche Publizistik in Bayern prägte. Lagois fotografierte mit seiner Leica die Kunstwerke in evangelischen Kirchen und berichtete mit seinen Fotoreportagen vom Leben in Afrika oder Asien. Er drehte Filme für die kirchliche Wochenschau „Blick vom Kirchturm“ und produzierte farbige Tonbild-Reihen für den Unterricht.

Hauptsponsor des Martin-Lagois-Wettbewerbs ist das Evangelische Siedlungswerk (ESW), die Ausstellung wird produziert von Pigture Werbedruck.
Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2016 um 18 Uhr in der Egidienkirche in Nürnberg statt. 

1. Fotopreis
Der Lagois-Fotopreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert und richtet sich an Fotografinnen und Fotografen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland. Eingereicht werden können Reportagen oder Serien mit maximal zehn Fotos. Die Bilder müssen  innerhalb der letzten drei Jahre entstanden sein.

Für die Bewerbung ist einPDF-Dokument im Format A4 einzureichen. Dieses PDF soll enthalten:
- Exposé zum Thema mit Beschreibung der Zielsetzung und Darstellungstechnik.
(maximal eine DIN A4-Seite).
- Kurzer Lebenslauf mit Informationen zum beruflichen Werdegang sowie zu Publikationen und Ausstellungen.
- 5-10 Fotografien als Arbeitsproben.
Bitte alle Informationen in einem PDF-Dokument bündeln (dieses kann ca. 10 Seiten umfassen) und nach folgender Systematik benennen: 2016_Name_Vorname.
Es werden nur Fotos akzeptiert, auf denen Bildteile weder hinzugefügt noch entfernt worden sind (Composing). Die Fotos der Gewinner werden in der Ausstellung präsentiert. Die Originalmotive müssen daher eine Kantenlänge haben von mindestens 3000 Pixel.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2016.

2. Förderpreis
Der Förderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und muss bis September 2016 realisiert werden. Die Förderung wendet sich an Fotografinnen und Fotografen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die ein größeres fotografisches Projekt realisieren, beenden oder erweitern möchten. Die Ergebnisse (z.B. als Installation oder Ausstellung) müssen bei der Preisverleihung präsentiert werden.

Für die Bewerbung ist ein PDF-Dokument im Format A4 einzureichen. Dieses PDF soll enthalten:
- Exposé zum Thema mit Beschreibung der Zielsetzung und Darstellungstechnik.
(maximal eine DIN A4-Seite).
- Kurzer Lebenslauf mit Informationen zum beruflichen Werdegang sowie zu Publikationen und Ausstellungen.
- 5-10 Fotografien als Arbeitsproben.
Bitte alle Informationen in einem PDF-Dokument bündeln (dieses kann ca. 10 Seiten umfassen) und nach folgender Systematik benennen: Name_Vorname.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2016.


Urheberrechte
Der Teilnehmer versichert, dass er oder sie über alle Rechte am eingereichten Foto verfügt, dass das Foto frei von Rechten Dritter ist, sowie bei der Darstellung von Personen keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Falls auf dem Foto eine oder mehrere Personen erkennbar abgebildet sind, müssen die Betreffenden damit einverstanden sein, dass das Foto veröffentlicht wird. Der Teilnehmer wird Vorstehendes auf Wunsch schriftlich versichern. Sollten dennoch Dritte Ansprüche wegen Verletzung ihrer Rechte geltend machen, so stellt der Teilnehmer die Veranstalter von allen Ansprüchen frei.

Rechtseinräumung
Der Teilnehmer ist einverstanden, dass die Fotos im Rahmen des Wettbewerbs in einer Wanderausstellung gezeigt werden sowie honorarfrei in einem Katalog und/oder in der medienübergreifenden Berichterstattung veröffentlicht werden. Mit der Einsendung erklärt sich der Teilnehmer mit den Wettbewerbsbedingungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kontakt:
Evangelischer Presseverband für Bayern (EPV)
Rieke Harmsen
Birkerstr. 22
80636 München
Telefon 089/12172-118
lagois@epv.de

(Stand: April 2016)

2016_04_PM_Lagois-AusschreibungVersion2016-4-15.pdf

Wettbewerb 2014: Thema Weltreligionen

Warum feiern wir Pfingsten? Was steht im Koran? Woran glaubt ein Buddhist? Wie lebt ein Hindu? Welche Feste von Christen und Juden ähneln sich und worin unterscheiden sie sich? Die religiöse Vielfalt in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Zugleich schwindet bei vielen Menschen das religiöse, nicht zuletzt das christliche Grundwissen.

Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2014 sucht Reportagen und Bildstrecken, Porträts und Bildgeschichten zu den Weltreligionen in Deutschland. Eingereicht werden können Fotos zu Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.

Alessandra Schellnegger gewinnt Fotopreis

Alessandra Schellnegger

Die Münchener Fotografin Alessandra Schellnegger bekommt für ihre Reportage über „Das Bürohaus Gottes“ den mit 3.000 Euro dotierten Martin-Lagois-Fotopreis verliehen. Der bayerische Landesbischof Heinrich-Bedford-Strohm hat die Auszeichnung am 1. Oktober um 18 Uhr im Marmorsaal des Nürnberger Presseclubs überreicht.

In Ihrer Fotoreportage mit dem Titel „Das Bürohaus Gottes“ dokumentiert die 40-jährige Schellnegger unterschiedlichste Glaubensgemeinschaften aus aller Welt, die sich unter einem Dach hinter der Fassade eines unscheinbaren Bürogebäudes im Münchener Stadtteil Obersendling versammeln. In jeder Etage trifft man auf eine andere Kultur. Unterschiedlichste Religionen aus aller Welt beten hier Tür an Tür. Im diesem kleinen Mikrokosmos wird im friedlichen Nebeneinander Woche für Woche der Glaube zelebriert - in all seinen Facetten und Ausprägungen. Alessandra Schellneggers Bilder bestechen durch die Nähe, die sie zu ihren Motiven schafft. Sie kommt den Menschen unaufdringlich nahe, blickt in ihre Seele, ohne diese zu verletzen. Schellnegger beobachtet ihr Sujet genau - und dokumentiert humorvoll die kleinen Verschiebungen und Irritationen, die zum Leben gehören.


Andy Spyra gewinnt Förderpreis 2014

Gewinner des diesjährigen Martin-Lagois-Förderpreises ist der in Hagen geborene und regelmäßig nach Istanbul reisende Fotograf Andy Spyra. Der 30-Jährige erhält den mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis für die Realisierung eines Projekts, bei dem der Fotograf in die Türkei reisen will, um die dort verbliebenen Christen zu treffen. Mit seinem Projekt möchte Andy Spyra die schwierige Situation der Christen zwischen tiefer religiöser, geschichtlicher und kultureller Verbundenheit mit der Region und ihrer gleichzeitig zunehmenden Diskriminierung und Perspektivlosigkeit dokumentieren. Zwischen Istanbul und Yerevan, zwischen Georgien und dem Van-See, rund um den Ararat ist er diesen Spuren nachgegangen und hat sich den Menschen in einer uralten Kulturregion, die heute durch eine Grenze zerteilt ist und damit stellvertretend für die türkisch-armenische Tragödie steht, fotografisch genähert.

Sponsoren

Diese Partner machen den Lagois Fotowettbewerb möglich.

 

Hauptsponsor:


 

Die Ausstellung wird produziert von

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

Egi  

 

Schirmherrin:

Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin für München und Oberbayern und Ständige Vertreterin des Landesbischofs

 

 

 

 

 

 

 

Über den Fotowettbewerb

Der "Martin-Lagois-Fotowettbewerb"  fördert die Bildberichterstattung zu Kirche, Diakonie und Religion und wird vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV) vergeben. Die mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für herausragende fotografische Arbeiten wird alle zwei Jahre verliehen.

Das Thema des Wettbewerbs im Jahr 2012 lautete "Musik". Gesucht wurden Fotoreportagen und Bilder, die die vielfältige Musikkultur innerhalb Kirche und Religion dokumentieren – egal ob Klassik oder Pop, Beruf oder Hobby, privat oder öffentlich. Der nächste Wettbewerb wird 2014 ausgeschrieben.

Zum Lagois-Preis gehört erneut ein Förderpreis. Mit ihm werden Foto-Projekte unterstützt, die erst noch realisiert, beziehungsweise erweitert oder beendet werden sollen – vorzugsweise zu sozial- oder gesellschaftspolitischen Themen.

Teilnehmen können Fotografen aus Deutschland. Eingereicht werden sollen Bildserien, die sich in ungewöhnlicher Form mit dem Themenfeld Kirche, Diakonie und Religion auseinandersetzen. Die prämierten Bildserien werden in einer Wanderausstellung in Bayern präsentiert.

Der "Martin-Lagois-Fotowettbewerb" wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Martin Lagois (1912-1997) war langjähriger Leiter der Redaktion Franken des Evangelischen Presseverbands für Bayern. Mit seiner Leica fotografierte er alte Kunstwerke in Frankens evangelischen Kirchen ebenso wie Menschen in Afrika und Asien.

Schirmherr für den "Martin-Lagois-Fotowettbewerb" ist der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die Jury besteht aus einem Vertreter der bayerischen Landeskirche, einem Vertreter des Evangelischen Presseverbands für Bayern. Außerdem gehören der Jury zwei Profis aus dem Bildberiech an.

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