Ausstellung "Auf der Flucht": Terminübersicht

Alle Termine auf einen Blick:

Plakat Lagois Ausstellung

2017

6. bis 26. November: Volkshochschule München, Stadtbereichszentrum Ost

1. bis 10. Dezember: ZuFlucht Lüchow

 

2018

5. März bis 16. März: Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen

5. April bis 4. Mai: Zentrum Kirchlicher Dienste, Rostock

 

 

 


Leih-Ausstellung "Auf der Flucht: Frauen und Migration"

Weltweit sind etwa die Hälfte aller Flüchtlinge Mädchen und Frauen ­– derzeit also rund 30 Millionen. Mädchen und Frauen, die ihre Heimat verlassen müssen, erleben oft Gewalt und Diskriminierung. Die Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ präsentiert das Werk von neun Fotografinnen und Fotografen. Die Bilder dokumentieren das Leben der Frauen in ihrer Heimat, auf der Flucht und im Asyl.

Leihen Sie die Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ für Ihre Gemeinde, Ihre Bildungseinrichtung, Schule oder Galerie aus.

Auf der Flucht

Flucht, Vertreibung und Asyl sind Thema unserer täglichen gesellschaftlichen Diskussion. Neun Fotografen haben das Leben von Frauen dokumentiert, die geflohen sind. Sie schildern den Alltag in den Flüchtlingslagern und die schwierige Suche nach einer neuen Heimat. Mit der Leih-Ausstellung können Sie vor Ort zur Diskussion anregen und den Dialog befördern. Die Schau besteht aus 36 hochwertigen Tafeln im Format 60 x 80 cm. Sie kann schnell auf- und abgebaut werden und wird in einem stabilen Rollkoffer angeliefert.

 

 

Konditionen und Preise

Die Ausstellung kann bereits ab einem Betrag von 150,- Euro pro Woche zzgl. Umsatzsteuer ausgeliehen werden – inklusive Versicherung und Handling. Die Frachtkosten sind vom Nutzer zu tragen. Auf Anfrage organisieren wir für Sie den Transport über eine Spedition (je nach Entfernung ist mit 100 bis 200,- Euro zzgl. MWSt zu rechnen.)

Sie nennen uns Ihren Terminwunsch per E-Mail oder am Telefon. Sie erhalten einen schriftlichen Vertrag, der die Konditionen und Preise festhält. Mit der Rücksendung des Vertrags ist die Ausstellung verbindlich gebucht.

Zu unseren Leistungen gehören die Organisation des Transports und die Beratungsleistung für ein Rahmenprogramm. Wir stellen Informationsmaterial und Material zur Verfügung für die pädagogische Arbeit an Schulen oder Bildungseinrichtungen. Und Sie erhalten kostenlos Material für Ihre Kommunikation und Pressearbeit - wie etwa eine Vorlage für das Ausstellungsplakat.

Hier unser Flyer zum Download: 2016_lagois_ausstellung_leihen_flyer.pdf

 

Material für die pädagogische Arbeit

Begleitend zur Ausstellung werden DVDs zum Thema und ein Ausstellungskatalog mitgeliefert.

 

Workshops und Referenten buchen

Wir unterstützen Sie bei der Gestaltung des Rahmenprogramms. Laden Sie einen der Fotografen ein oder veranstalten Sie einen Filmabend! Sie suchen eine pädagogische Fachkraft für einen Workshop? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne bei der Planung Ihrer Veranstaltungsreihe. Die Kosten für einen Fachvortrag betragen rund 100,- Euro, hinzu kommen die Fahrtkosten.

Sollten Sie Interesse an einer unserer Ausstellungen haben, dann wenden Sie sich bitte an

 

Abteilung Crossmedia
Evangelischer Presseverband für Bayern e.V.
Birkerstr. 22, 80636 München
Telefon 089 12172-153
cme@epv.de

 

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Ausstellung ausleihen: "Auf der Flucht: Frauen und Migration"

 

Flucht, Vertreibung und Asyl sind Thema unserer täglichen gesellschaftlichen Diskussion. Neun Fotografinnen und Fotografen haben das Leben von Frauen dokumentiert, die geflohen sind. Sie schildern den Alltag in Flüchtlingslagern und die schwierige Suche nach einer neuen Heimat.

 

Ausstellung leihen

 

Leihen Sie die Ausstellung "Auf der Flucht: Frauen und Migration" für ihre Gemeinde, Bildungseinrichtung, Schule oder Galerie aus. Sie können damit vor Ort zur Diskussion anregen und den Dialog befördern.

Die Schau besteht aus 36 hochwertigen Tafeln im Format 60 x 80 cm. Sie wird in zwei stabilen Rollkoffern geliefert und kann schnell auf- und abgebaut werden.

Die Ausstellung kann bereits ab einem Betrag von 150,- Euro pro Woche ausgeliehen werden - inklusive Versicherung und Handling. Kirchliche und non-profit Einrichtungen erhalten Sonderkonditionen.

 

Fotografinnen und Fotografen der Ausstellung:

Sonja Hamad: Jin - Jiyan - Azadi: Frauen, Leben, Freiheit

Erol Gurian: Bekaa Blues - vom Leben syrischer Flüchtlingsmädchen im Libanon

Heiko Roith: Gesichter Syriens

Maria Litwa: Jesidische Frauen im Irak

Hatice Ogur: Kurdische Frauen im Irak

Emine Akbaba: Syrische Frauen in der Türkei

Sibylle Fendt: Eine Reise durch deutsches Flüchtlings(krisen)land

Nathalie Bertrams: Vergessene Frauen

Frank Schultze: Befreiungsaktion für jesidische Frauen

 

Bestellen Sie jetzt den Katalog, der neben den präsentierten Bildern, Fotos von sechs weiteren Künstlerinnen und Künstlern enthält:

Katalog Frauen auf der Flucht

 

Lena Giovanazzi: Willkommen in Wies (2016)

Wolfgang Noack: Fluchtpunkt Budapest

Iona Teichert: Safa in Deutschland

Manolo Ty: Hinterm Vorhang

Kathrin Königl: gewöhnen - Geflüchtete Frauen in Gemeinschaftsunterkünften

Snezhana von Büdingen: Ein Gesicht geben

Sima Dehgani: Ein Stück Erinnerung - Objekte von Geflüchteten

 

Der Katalog kostet 10,- Euro und kann hier im Sonntagsblatt-Shop bestellt werden.

 

Nähere Informationen zu Ausstellung und Katalog unter cme@epv.de

 2016_Lagois_Ausstellung_Flyer.pdf

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Ausstellung in Räumen der Bayerischen Staatsregierung zu sehen

 

Vom 5. bis 22. August ist die Fotoausstellung "Auf der Flucht: Frauen und Migration" in der Geschäftsstelle der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung - Frau Kerstin Schreyer, MdL - zu sehen. Sie kann zu den Geschäftszeiten (10-12 Uhr und 13-16 Uhr) besichtigt werden.

Eröffnet wurde die Ausstellung am 5. August durch Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Auch Staatsminister Dr. Marcel Huber hat sie beim Tag der offenen Tür in der Geschäftsstelle besichtigt.

 

Kerstin Schreyer und Dr. Marcel Huber (c) Claus Schenk

Foto (c) Claus Schenk

 

Kerstin Schreyer und Barbara Stamm (c) Claus Schenk

Foto (c) Claus Schenk

 

 

 

Programmflyer

Am Samstag, 5. August, öffnet die Geschäftsstelle der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung - Frau Kerstin Schreyer, MdL - zwischen 11 Uhr und 16 Uhr die Pforten zu einem Tag der offenen Tür.

Dabei wird auch die Fotoausstellung "Auf der Flucht: Frauen und Migration" durch Landtagspräsidentin Barbara Stamm eröffnet. Die Ausstellung ist bis 22. August zu sehen und kann zu den Geschäftszeiten (10-12 Uhr und 13-16 Uhr) besichtigt werden.

Weitere Programmpunkte:

  • Grußwort von Staatsminister Dr. Marcel Huber
  • Die integrationspolitischen Sprecher der Fraktionen Christine Kamm, Dr. Hans Jürgen Fahn, Arif Taşdelen und Joachim Unterländer stellen sich den Fragen der Besucherinnen und Besucher.
  • Lesung von Hassan Ali Djan aus seinem Buch "Meine Flucht in eine besseres Leben"
  • Fachvorträge und Infostände der Geschäftsstelle sowie des Bayerischen Integrationsrates
  • Unterhaltung für Kinder
  • Musik

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Das Tagesprogramm zum Tag der offenen Tür können Sie hier herunterladen.

 

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Hier war unsere Ausstellung bereits zu sehen

 

 

16. bis 20. Oktober 2017: IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg e. V.

 

Nadeschda Herford

22. bis 24. September 2017: NADESCHDA, Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, Herford

 

 

 

 

Nazarethkirche München

24. Juni bis 18. Juli 2017: Nazarethkirche, München

 

 

 

 

 

18. April bis 2. Juni 2017: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

 

Ausstellung in Würzburg

8. bis 24. März 2017: Landratsamt Würzburg

Flyer_FrauenMigration.pdf

 

 

 

 

 

St. Egidien

 25. Oktober bis 20. November 2016: St. Egidien, Nürnberg

 Lagois_Preisverleihung_2016_Einladung_Flyer.pdf

 

 

 

 

Martin Lagois-Fotowettbewerb 2016: Das war die Preisverleihung in Nürnberg

Die ganz unverfälscht abgebildete und gefilmte Realität war großes Anliegen von dem Medienpfarrer Martin Lagois, der von 1912-1997 lebte. Er ist der Namensgeber unseres Fotopreises, der jetzt in der Nürnberger Egidienkirche von Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler verliehen wurde. Der Beitrag von Kirche in Bayern gibt Eindrücke von der Preisverleihung und der Ausstellungseröffnung.

 

 

Förderpreis-Gewinner Erol Gurian lenkt mit seiner Fotoreportage den Blick auf das Leben syrischer Flüchtlingsmädchen im libanesischen Bekaa-Tal, in dem 400.000 Menschen in Zeltstädten leben. Die Kinder der Flüchtlinge müssen bei sengender Hitze Erntearbeiten verrichten oder werden von ihren Eltern als Ehefrauen verkauft. Erol Gurian erzählt in seinen Fotos von einem Projekt in einer sicheren Zone der libanesischen Non-Profit-Organsiation Beyond Association. Hier erhalten die Mädchen und Jungen gemeinsam die Chance auf Bildung. Schirmherrin Susanne Breit-Keßler: „Eine Möglichkeit auch für werdende Männer, zu begreifen, welche Kostbarkeit ein Mädchen, eine Frau ist.“

 

 

Die in Syrien geborene Sonja Hamad portraitiert in ihrer Arbeit Mädchen und junge Frauen, die sich den kurdischen Milizen angeschlossen haben. Die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, erklärte: „Sonja Hamads Frauen sind Kriegerinnen. Das mag erschrecken, wer Mädchen und Frauen auf traditionelle Verhaltensmuster festlegt. Aber wahr ist doch auch: Kein Land kann Respekt für sich einfordern, das seinen Mädchen und Frauen Freiheit nimmt. Kein Mann besitzt wahre Würde, der Mädchen und Frauen demütigt, zerbricht und tötet. Was bleibt, wenn einem Menschenrechte verwehrt bleiben.“ Die Frauen auf den Fotos strahlten Entschlossenheit und Verwundbarkeit aus.

 

 

Die Fluchtgründe für kurdische Frauen sind sehr verschieden. Sie leiden unter dem patriarchalischen Familiensystem, fühlen sich durch den türkischen Staat unterdrückt oder werden durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ gepeinigt und verfolgt. Ausgehend von ihrer  eigenen Lebensgeschichte möchte Hatice Ogur die Schicksale von Frauen dokumentieren, die fliehen. Für ihr Langzeitprojekt „Jin“, was im Kurdischen „Frau“ und „Leben“ bedeutet, hat sie vier Wochen in Städten und Flüchtlingscamps im Irak und in der Türkei recherchiert.


 

 

Die Ausstellung zum Fotowettbewerb ist noch bis zum 20. November in der St. Egidien Kirche (Nürnberg) täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr für Besucher zu besichtigen.

Angst ist der ständige Begleiter

 

Nürnberg, 25. Oktober 2016. Berlinerin Sonja Hamad gewinnt Fotopreis, Münchner Erol Gurian erhält Förderpreis des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016. Schirmherrin Susanne Breit-Keßler würdigt die ausgezeichneten Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger.


Die Berliner Fotografin Sonja Hamad erhält für ihre Arbeit „Jin – Jiyan – Azadi“ – Frauen, Leben, Freiheit den Lagois-Fotopreis in Höhe von 3.000,- Euro. Die in Syrien geborene Kurdin portraitiert in ihrer Arbeit Mädchen und junge Frauen, die sich den kurdischen Milizen angeschlossen haben. Der Titel „Jin - Jiyan – Azadi“ ist der Slogan der Kämpferinnen, die gegen IS im Nahen Osten in den Krieg ziehen. Die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, erklärte: „Sonja Hamads Frauen sind Kriegerinnen. Das mag erschrecken, wer Mädchen und Frauen auf traditionelle Verhaltensmuster festlegt. Aber wahr ist doch auch: Kein Land kann Respekt für sich einfordern, das seinen Mädchen und Frauen Freiheit nimmt. Kein Mann besitzt wahre Würde, der Mädchen und Frauen demütigt, zerbricht und tötet. Was bleibt, wenn einem Menschenrechte verwehrt bleiben.“ Die Frauen auf den Fotos strahlten Entschlossenheit und Verwundbarkeit aus.

Sonja Hamad hat das Studium der Fotografie an der Berliner Ostkreuzschule absolviert. Nach Ausflügen in die Werbe-Fotografie widmet sich die 30-Jährige seit 2015 der journalistischen Fotografie. Sie wurde unter anderem für ihre Arbeit mit dem Best Portfolio Award der Portfoliosichtung vom Freundeskreis des Hauses der Photographie im Rahmen der Triennale der Photographie ausgezeichnet.

Der Münchner Fotograf Erol Gurian erhält den Lagois-Förderpreis in Höhe von 2.000,- Euro. Mit seiner Fotoreportage lenkt er den Blick auf das Leben syrischer Flüchtlingsmädchen im libanesischen Bekaa-Tal, in dem 400.000 Menschen in Zeltstädten leben. Die Kinder der Flüchtlinge müssen bei sengender Hitze Erntearbeiten verrichten oder werden von ihren Eltern als Ehefrauen verkauft. Erol Gurian erzählt in seinen Fotos von einem Projekt in einer sicheren Zone der libanesischen Non-Profit-Organsiation Beyond Association. Hier erhalten die Mädchen und Jungen gemeinsam die Chance auf Bildung. Schirmherrin Susanne Breit-Keßler: „Eine Möglichkeit auch für werdende Männer, zu begreifen, welche Kostbarkeit ein Mädchen, eine Frau ist.“

Weitere Fotografen, die in der Ausstellung präsentiert werden: Heiko Roith mit seiner Reportage „Faces of Syria“. Mit schusssicherer Weste und Leibwächter flog er nach Syrien. „Seine Gesichter ziehen Betrachtende in ihren Bann: Eine wunderschöne Frau, deren Gottesebenbildlichkeit nicht einmal das Leid zerstören kann. „, so Susanne Breit-Keßler.

Emine Akbaba, Deutsch-Türkin aus Hannover, präsentiert „Beyond dreams and hopes“. Die Fotoreportage über Turkiye und ihre Töchter Ruba, Eye, Suher und Fatma, denen die Flucht aus Syrien in die Türkei gelungen ist. Wie Schirmherrin Susanne Breit-Keßler erklärte, zeigten die Fotos „eine mentale Dimension, eine Haltung der Gesellschaft, die wir dringend brauchen und deshalb im Auge behalten sollten.“

Der "Martin-Lagois-Fotowettbewerb" fördert die Bildberichterstattung zu Kirche, Diakonie und Religion und wird vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV) vergeben. Die mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für herausragende fotografische Arbeiten wird alle zwei Jahre verliehen. Der Wettbewerb wird unterstützt von dem Evangelischen Siedlungswerk (ESW), Pigture Werbedruck sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der St. Egidienkirche Nürnberg.

"Jin - Jiyan - Azadi" - Frauen ziehen in den Krieg gen den ISBekaa-Tal von Erol Gurian

Fotos von links nach rechts: Eine Frau schließt sich dem Kampf gegen den IS an, Foto: Sonja Hamad. Das Leben im Bekaa-Tal, Foto: Erol Gurian.

 

Die Laudatio der Schirmherrin Susanne Breit-Keßler und die Rede der Kuratorin Rieke C. Harmsen finden Sie hier.

 

Pressemitteilung und Fotos zum Download.

Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2016 - „Auf der Flucht: Frauen und Migration“

Einladung zur Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

 

Der Evangelische Presseverband in Bayern e.V. lädt herzlich ein zur Preisverleihung des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016.

Kurdische Frauen im Irak - Hatice Ogur

 

Thema des diesjährigen Wettbewerbs: "Auf der Flucht: Frauen und Migration". Zu den Nominierten zählen: Sonja Hamad, Frank Schultze, Nathalie Bertrams, Sibylle Fendt, Emine Akbaba, Hatice Ogur, Maria Litwa, Erol Gurian sowie Heiko Roith.

 

Die Laudatio auf die Preisträger des Fotowettbewerbs und des Förderpreises hält Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs.

 

Termin

St. Egidien

Egidienplatz 12, 90403 Nürnberg

 

Programm

Dienstag, 25. Oktober, 18 Uhr
Vernissage & Preisverleihung Lagois-Fotowettbewerb: Begrüßung: Kirchenrat Dr. Roland Gertz (Direktor und Vorstand des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V.);  Festrede & Preisverleihung: Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler; Kuratorin: Rieke C. Harmsen
Im Anschluss: Empfang

Sonntag, 6. November, 10.30 Uhr
Kunst-Gottesdienst mit Pfarrer Martin Brons und Stipendiaten der Egidier-Musikwerkstatt unter der Leitung von Pia Praetorius

Mittwoch, 9. November, 19.00 Uhr
Künstlergespräch mit Fotografen der Ausstellung

Donnerstag, 17. November, 19.30 Uhr
Konzert „Kulturen im Einklang“ – alte irakische und moderne irakische Lyrik und Musik

Anschrift:
St. Egidien
Egidienplatz 12
90403 Nürnberg

Öffentliche Verkehrsmittel
Bus 36, Haltestelle: Egidienkirche
U-Bahn, Haltestelle: Rathenauplatz

 

Foto: Hatice Ogur

 

 

Das 13-jährige Mädchen erntet bei über 40 Grad Celsius Gemüse. In die Schule kommt sie nur selten, denn ihre derzeitige Heimat ist ein Zeltlager. Der Münchner Fotograf Erol Gurian dokumentiert in seiner Reportage „Bekaa Blues“ das Leben der Flüchtlinge im Libanon. Die junge Frau ist eine von rund 400.000 syrischen Menschen, die in einem „informal Settlement“, einer Zeltstadt, mit Unterstützung des UNCHR-Hilfswerks untergekommen sind. Vor allem die Mädchen leben dort in prekären Situationen. Sie müssen auf dem Feld arbeiten, wo sie nur halb so viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, werden häufig bedroht, vergewaltigt oder im Alter von zwölf Jahren verheiratet, um die finanzielle Situation der Familien aufzubessern.2016_Gurian_Pressefoto_Libanon_Flüchtlinge Copyright: EPV/Gurian

2016_Gurian_Pressefoto_Syrien_Flüchtlinge Copyright: EPV/Gurian2016_Hamad_Pressefoto_Kurdische_Frauen Copyright: EPV/HamadMädchen und Frauen, die ihre Heimat verlassen müssen, gehen einen Weg voller Grausamkeit, Gewalt und Diskriminierung. Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2016 widmet sich diesen Frauen. Die Wanderausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ schlägt einen weiten Bogen. Sie erzählt von Frauen, die in der Heimat zurückgeblieben sind, sich auf der Flucht befinden oder Asyl gefunden haben in einem fremden Land.

Oft sind es die Frauen, die am wenigsten zu verlieren haben und am meisten zu gewinnen. Der fränkische Fotograf Heiko Roith wollte wissen, woher die Asylbewerber stammen, und begab sich mit schusssicherer Weste und Leibwächter nach Syrien. Seine Begegnungen mit Frauen hat er in eindrucksvollen Bilder festgehalten. Die Fotografin Sonja Hamad stammt selbst aus Syrien. Sie porträtiert kurdische Frauen, die sich dem traditionellen patriarchalischen System verweigern – und stattdessen für ihre Freiheit kämpfen.

Die Wanderausstellung präsentiert das Werk von rund zehn verschiedenen Fotografinnen und Fotografen, die sich selbst auf die Reise begeben haben, um sich mit dem Schicksal der Frauen zu beschäftigen. Die Schau entstand im Rahmen des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016, der unter der Schirmherrschaft steht von der Ständigen Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Die Schau ist von 25. Oktober bis 20. November 2016 in der Nürnberger Egidienkirche zu sehen. Anschließend kann die komplette Ausstellung mit 40 Tafeln von Gemeinden und Einrichtungen ausgeliehen werden.

Fotos von oben nach unten: Mädchen gehen in die Schule im Flüchtlingslager, Foto: Erol Gurian. Flüchtlingslager in Syrien, Foto: Heiko Roith. Kurdische Kämpferinnen, Foto: Sonja Hamad

 

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Wettbewerb 2014: Thema Weltreligionen

Warum feiern wir Pfingsten? Was steht im Koran? Woran glaubt ein Buddhist? Wie lebt ein Hindu? Welche Feste von Christen und Juden ähneln sich und worin unterscheiden sie sich? Die religiöse Vielfalt in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Zugleich schwindet bei vielen Menschen das religiöse, nicht zuletzt das christliche Grundwissen.

Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2014 sucht Reportagen und Bildstrecken, Porträts und Bildgeschichten zu den Weltreligionen in Deutschland. Eingereicht werden können Fotos zu Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus.

Alessandra Schellnegger gewinnt Fotopreis

Alessandra Schellnegger

Die Münchener Fotografin Alessandra Schellnegger bekommt für ihre Reportage über „Das Bürohaus Gottes“ den mit 3.000 Euro dotierten Martin-Lagois-Fotopreis verliehen. Der bayerische Landesbischof Heinrich-Bedford-Strohm hat die Auszeichnung am 1. Oktober um 18 Uhr im Marmorsaal des Nürnberger Presseclubs überreicht.

In Ihrer Fotoreportage mit dem Titel „Das Bürohaus Gottes“ dokumentiert die 40-jährige Schellnegger unterschiedlichste Glaubensgemeinschaften aus aller Welt, die sich unter einem Dach hinter der Fassade eines unscheinbaren Bürogebäudes im Münchener Stadtteil Obersendling versammeln. In jeder Etage trifft man auf eine andere Kultur. Unterschiedlichste Religionen aus aller Welt beten hier Tür an Tür. Im diesem kleinen Mikrokosmos wird im friedlichen Nebeneinander Woche für Woche der Glaube zelebriert - in all seinen Facetten und Ausprägungen. Alessandra Schellneggers Bilder bestechen durch die Nähe, die sie zu ihren Motiven schafft. Sie kommt den Menschen unaufdringlich nahe, blickt in ihre Seele, ohne diese zu verletzen. Schellnegger beobachtet ihr Sujet genau - und dokumentiert humorvoll die kleinen Verschiebungen und Irritationen, die zum Leben gehören.


Andy Spyra gewinnt Förderpreis 2014

Gewinner des diesjährigen Martin-Lagois-Förderpreises ist der in Hagen geborene und regelmäßig nach Istanbul reisende Fotograf Andy Spyra. Der 30-Jährige erhält den mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis für die Realisierung eines Projekts, bei dem der Fotograf in die Türkei reisen will, um die dort verbliebenen Christen zu treffen. Mit seinem Projekt möchte Andy Spyra die schwierige Situation der Christen zwischen tiefer religiöser, geschichtlicher und kultureller Verbundenheit mit der Region und ihrer gleichzeitig zunehmenden Diskriminierung und Perspektivlosigkeit dokumentieren. Zwischen Istanbul und Yerevan, zwischen Georgien und dem Van-See, rund um den Ararat ist er diesen Spuren nachgegangen und hat sich den Menschen in einer uralten Kulturregion, die heute durch eine Grenze zerteilt ist und damit stellvertretend für die türkisch-armenische Tragödie steht, fotografisch genähert.

Sponsoren

Diese Partner machen den Lagois Fotowettbewerb möglich.

 

Hauptsponsor:


 

Die Ausstellung wird produziert von

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

Egi  

 

Schirmherrin:

Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin für München und Oberbayern und Ständige Vertreterin des Landesbischofs