Lagois-Wettbewerb 2010: Gemeinschaften

Toby Binder
Bildrechte: Toby Binder

Die Preisträger des Lagois-Fotopreises sowie des Förderpreises 2010 stehen fest. Am 09. Dezember überreichte die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, die Auszeichnungen im Nürnberger Presseclub.

Der erste Preis zum Thema "Gemeinschaften" in Höhe von 2.000 Euro geht an den Münchner Fotografen Toby Binder für seine Arbeit über die Communität der Schwesternschule des Nixon Memorial Methodist Hospital in Segbwema im Osten von Sierra Leone. Dort leitet Schwester Janet die Geburtsstation sowie die Schule.

Felix Schmitt
Bildrechte: Felix Schmitt

Die Fotoserie von Toby Binder dokumentiert das Leben der Communität der Schwesternschule des Nixon Memorial Methodist Hospital von Segbwema im Osten von Sierra Leone. Dort leitet Schwester Janet die Geburtsstation sowie eine Schule, die rund 40 Schwestern für die Dauer von zwei Jahren besuchen – und in dieser Zeit auch auf dem Campus leben. Binder konzentrierte sich dabei auf die schwangeren Frauen, die kommen, um in dem Krankenhaus zu entbinden, weil die Hebammen auf dem Dorf ihnen kaum helfen können.

Der zweite Preis in Höhe von 1.000 Euro geht an Felix Schmitt aus Hannover. Er hat eine Fotoreportage über Frank Wessels gemacht, einen evangelischen Pastor der kleinen ostfriesischen Gemeinde Suurhusen.

Jan-Christoph Hartung
Bildrechte: Jan-Christoph Hartung

Eine Fotoreportage über illegale Einwanderer in der spanischen Stadt Melilla von Jan-Christoph Hartung aus Frankfurt bekommt den mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis des Lagois-Fotowettbewerbs 2010. Hartung war die vergangenen zwei Monate in der Exklave Melilla an der nordafrikanischen Küste. Bei der Preisverleihung zeigte er eine Multimedia-Projektion und berichtet über die Situation vor Ort.

In seiner Fotoreportage dokumentiert Hartung die Situation der Flüchtlinge in der spanischen Exklave Melilla in Nordafrika. Trotz sechs Meter hoher Zäune und einer rigiden Asylpolitik nimmt der Flüchtlingsstrom kein Ende. Die Fotos erzählen vom Leben der illegalen Einwanderer, die auf die Weiterreise nach Europa hoffen und meist im Grenzbereich hängen bleiben.

Im Anschluss an die Preisverleihung wurde eine Ausstellung mit den Bildern der Preisträger sowie eine Sonderschau zum Thema "Communitäten – Geistliche Gemeinschaften" im Gebäude des Presseclubs Nürnberg eröffnet.